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Minimal-invasive Therapie bei Krampfadern

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Dr. Ingo Neßeler ist Verfechter der Lasertherapie und bereitet seine Patienten gut auf das Verfahren vor

Dr. NeßelerVom Elektroinstallateur zum Gefäßchirurgen – Dr. Ingo Neßeler aus Köln hat eine interessante Karriere hinter sich. Inzwischen ist er Leiter einer Praxis und hat viele interessante Geschichten zu erzählen. Das Laserverfahren bei Krampfadern kann er nur jedem empfehlen.

  •  Warum haben Sie sich für die Gefäßchirurgie entschieden? Was fasziniert Sie an der Lasertherapie?

Nach meiner Ausbildung zum Elektroinstallateur habe ich meinen Bundeswehrersatzdienst im Rettungsdienst der Stadt Köln geleistet. Hier bin ich erstmalig mit einem medizinischen Beruf in Berührung gekommen und hier wuchs zunächst mein Berufswunsch Unfallchirurg zu werden. Nachdem ich mein Abitur nachgeholt und mein Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, ergab es sich, dass in meiner ersten Anstellung als Arzt, seinerzeit noch als Arzt im Praktikum (AiP), die Chirurgie, neben der Unfall- und Allgemeinchirurgie, eben auch gefäßchirurgische Eingriffe durchführte. Hier habe ich schnell meine Passion zu den filigranen und technisch sehr anspruchsvollen Eingriffen in der Gefäßchirurgie entdeckt. Ich habe meine weitere Weiterbildung dann mit Augenmerk auf die Gefäßchirurgie ausgerichtet.

Die Lasertherapie ist eben auch ein Eingriff, der diesen Ansprüchen gerecht wird.

  • Was sind die Vorteile der Lasertherapie?

Die Vorteile gegenüber der klassischen Operationsmethode, dem Venenstripping, liegen klar auf der Hand. Man hat mit der endoluminalen Lasertherapie ein Verfahren entwickelt, das bei gleicher Effektivität für den Patienten deutlich weniger belastend ist. Das fängt schon mit der Art der Betäubung an, die Lasertherapie lässt sich hervorragend in örtlicher Betäubung, der sogenannten Tumeszenanästhesie, durchführen. D.h. ein Vollnarkose ist nicht erforderlich. Der nächste Vorteil liegt darin, dass es sich um ein vollkommen Schnittfreies Verfahren handelt, was deutliche Vorteile in Bezug auf Infektionsrisiko und Wundheilungsstörung bietet. Infektionen gibt es bei der Lasertherapie eigentlich gar keine. Auch die Lymphbahnen, die in der Leiste zusammenlaufen, können hier sicher geschont werden. Ganz besonders interessant wird es bei Rezidiven, wo bei der klassischen Operationsmethode die Voroperierte Leiste wiedereröffnet werden muss. Und der allergrößte Vorteil liegt in der deutlich schnelleren Rekonvaleszenz. Ich habe viele Patienten, die zum Eingriffstermin mit dem Fahrrad kommen und auch so wieder nach Hause fahren, ja z.T. sogar vom Behandlungstisch zurück an den Schreibtisch.

  • Hatten Sie mal einen außergewöhnlichen Fall in Ihrer Praxis?

Wissen Sie, es gibt natürlich auch einige Kritiker des Laserverfahrens. Ein besonders hartnäckiger Verfechter der offen Operationsmethode propagiert sogar auf vielen Fachkongressen und sogar im Fernsehen die höhere Rückfallquote bei den  endoluminalen Verfahren und begründet dies durch den längeren verbleibenden Venenstumpf an der zentralen Mündung in der Leiste. Mal abgesehen, dass diese Meinung entgegen der internationalen Studienmeinung ist, sind dies Themen, die vielleicht in der ersten Kathetergeneration aktuell waren und wir sprechen hier über Zeiten, die mehr als 15 Jahre zurück liegen. Mit den modernen Kathetern, wie sie heutzutage zum Einsatz kommen, ist eine Verschluss der Krampfadervene bis exakt zur Mündungsklappe möglich. Letztendlich habe ich eine Patientin, die in seiner Klinik offen voroperiert wurde, mit dem Laserverfahren erneut operiert, da es zu einer Rezidivvarikosis eben mit Beteiligung des Leistenverteilers bei langem Venenstumpf gekommen war. Sie sehen, wir kochen alle nur mit Wasser und die Güte jedes Verfahrens steht und fällt mit dem Anwender.

  • Kommt es vor, dass Patienten Angst vor der Behandlung haben? Gibt es spezielle Bedenken, die Ihnen gegenüber öfter über die Lasertherapie geäußert werden? Können Sie Ihre Patienten beruhigen und die Bedenken ausräumen?

Natürlich macht sich jeder Mensch, wenn es um einen Eingriff an seinem Körper geht, Gedanken. Die einen mehr, die anderen weniger. Aber auch hier kommt eben einer der vielen Vorteil des Verfahrens zum Tragen. Dadurch, dass man während der Behandlung in vollem Umfang wach ist, kann man sich natürlich auch beruhigend und ablenkend mit dem Patienten unterhalten und wenn es wirklich an einer Stelle mal besonders unangenehm ist, kann man sich natürlich sofort Gehör verschaffen. Eine Vollnarkose aufgrund von allgemeiner Operationsangst ist wirklich nur in Ausnahmefällen erforderlich. Ich schätze, dass ich 99% der Fälle in örtlicher Betäubung behandle.

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